AI Governance

Künstliche Intelligenz verändert, wie Organisationen arbeiten und im Wettbewerb bestehen. Doch Einführung ohne Governance schafft regulatorische Risiken, Datenrisiken und Reputationsschäden. mgm security partners bringt Sie so voran, dass Ihre KI produktiv, konform und von Grund auf sicher ist: mit Risikoanalyse, einem passenden Governance-Framework und regulatorischer Sicherheit.
Der EU AI Act gilt bereits. Seit dem 2. Februar 2025 sind verbotene KI-Praktiken untersagt und es besteht eine Pflicht zur KI-Kompetenz. Weitere Pflichten greifen gestuft bis 2027. Wer KI einsetzt, sollte Governance jetzt strukturiert aufsetzen.
DeepDive
Was ist AI Governance?
AI Governance ist der strukturierte Rahmen aus Richtlinien, Prozessen und Verantwortlichkeiten, mit dem eine Organisation den Einsatz von KI steuert, absichert und nachweisbar macht. Sie klärt, welche KI-Anwendungen erlaubt sind, wie sie freigegeben werden, welche Daten sie nutzen dürfen und wer die Verantwortung trägt. Ziel ist nicht, Innovation zu bremsen, sondern sie sicher und regelkonform zu ermöglichen.
Der regulatorische Rahmen ist mit dem EU AI Act (Verordnung (EU) 2024/1689) konkret geworden. Die Verordnung ist am 1. August 2024 in Kraft getreten und verpflichtet Unternehmen zu einem risikobasierten Umgang mit KI. Parallel bleiben DSGVO und etablierte ISO/IEC-Standards relevant. AI Governance verzahnt diese Anforderungen mit Ihrem bestehenden Sicherheits- und Risikomanagement, statt sie isoliert zu behandeln.
Die Herausforderung
- KI-Tools werden ohne klare Sicherheitsrichtlinien eingeführt
- Neue KI-Tools und -Funktionen erscheinen schneller, als Governance folgen kann
- Sensible Daten gelangen über ungeprüfte Modelle oder Tools nach außen
- Non-Compliance mit DSGVO, EU AI Act und ISO-Standards
- Fehlende interne Expertise, um KI nachhaltig zu steuern
- Shadow AI: KI-Nutzung außerhalb der IT-Kontrolle
Unser Mehrwert
- Strukturierte AI-Governance-Frameworks, zugeschnitten auf Ihre Organisation
- AI Governance eingebettet in Ihr Risikomanagement, nicht nachträglich aufgesetzt
- Klare Richtlinien, die Innovation ermöglichen statt behindern
- Regulatorische Bereitschaft für die Pflichten des EU AI Act
- Praxisnahe Begleitung von der Strategie bis zur Umsetzung
- Sinnvolle Verzahnung mit bestehenden Standards wie ISO 27001 und ISO/IEC 42001
Der risikobasierte Ansatz des EU AI Act
Der EU AI Act ordnet KI-Systeme vier Risikoklassen zu. Aus der Einordnung ergeben sich die konkreten Pflichten, von schlichter Transparenz bis zu umfassenden Anforderungen an Risikomanagement, Daten und menschliche Aufsicht. Die Klassifizierung Ihrer KI-Anwendungen ist deshalb immer der erste Schritt.
- Unannehmbares Risiko (verboten): KI-Praktiken, die seit dem 2. Februar 2025 untersagt sind, etwa Social Scoring, manipulative Systeme oder Emotionserkennung am Arbeitsplatz.
- Hohes Risiko: Systeme mit erheblichem Einfluss auf Sicherheit oder Grundrechte, mit umfangreichen Pflichten zu Risikomanagement, Datenqualität, Protokollierung, menschlicher Aufsicht und Konformitätsbewertung.
- Begrenztes Risiko: Systeme mit Interaktions- oder Ausgabecharakter wie Chatbots oder KI-generierte Inhalte, für die vor allem Transparenz- und Kennzeichnungspflichten gelten.
- Minimales Risiko: Der Großteil der KI-Anwendungen, etwa Spamfilter oder KI in Standardsoftware. Keine zusätzlichen Pflichten, freiwillige Verhaltenskodizes empfohlen.
Unsere AI-Governance-Leistungen
Sechs aufeinander abgestimmte Bausteine, von der Risikoanalyse Ihrer KI-Anwendungen über das Governance-Framework bis zu Compliance, Schulung und der Einbettung in Ihr bestehendes ISMS.
1 - AI Risk Assessment
KI-Anwendungsfälle identifizieren und nach Risiko klassifizieren.
- Bestandsaufnahme aller KI-Anwendungen, inklusive Shadow AI
- Einordnung in die Risikoklassen des EU AI Act
- Bewertung von Daten-, Anbieter- und Modellrisiken
2 - Governance-Framework
Richtlinien, Freigabeprozesse und Verantwortlichkeiten gestalten.
- KI-Richtlinien, die Innovation ermöglichen statt blockieren
- Freigabe- und Genehmigungsprozesse für neue KI-Tools
- Klare Rollen, Verantwortlichkeiten und Accountability
3 - Secure AI Usage
KI-Lösungen technisch absichern.
- Datenschutz- und Zugriffskontrollen für KI-Systeme
- Schutz sensibler Daten vor ungeprüften Modellen
- Nachvollziehbare Audit-Trails für den KI-Einsatz
4 - Compliance Readiness
KI-Betrieb an DSGVO, EU AI Act und ISO-Standards ausrichten.
- Abgleich mit den Pflichten des EU AI Act
- Verzahnung mit DSGVO und Datenschutzanforderungen
- Orientierung an ISO/IEC-Standards, insbesondere ISO/IEC 42001
5 - Awareness & Training
Führung und Belegschaft befähigen.
- Erfüllung der KI-Kompetenzpflicht nach EU AI Act
- Zielgruppengerechte Schulungen für Leitung und Teams
- Praktische Leitplanken für den sicheren KI-Alltag
6 - Governance Integration
AI Governance in ISMS und Risikomanagement einbetten.
- Anschluss an ein bestehendes ISO-27001-ISMS
- Einbindung in Risikomanagement und Meldeprozesse
- Keine Doppelstrukturen, sondern Nutzung vorhandener Prozesse
Wir kennen KI nicht nur regulatorisch, sondern technisch
AI Governance bleibt Papier, wenn niemand die eingesetzten KI-Anwendungen wirklich prüfen kann. Genau hier setzt unsere technische Stärke an: Seit über 20 Jahren machen wir Application Security, und mit unserem LLM Security Testing prüfen wir KI- und LLM-Anwendungen tief in Architektur, Code und Betrieb.
Klassische Penetrationstests stoßen bei KI-basierten Anwendungen schnell an ihre Grenzen, da Large Language Models nicht deterministisch arbeiten. Wir setzen auf eine systematische Whitebox-Analyse mit Architektur- und Implementierungswissen, orientiert an OWASP LLM Top 10 und MITRE ATLAS. So wird die Wirksamkeit Ihrer Governance-Maßnahmen technisch überprüfbar, statt nur behauptet.
Ihr Weg zu vertrauenswürdiger AI Governance
Ein strukturierter, machbarer Weg, von der Klassifizierung Ihrer KI-Anwendungen bis zum nachweisbaren, kontinuierlich verbesserten Betrieb. AI Governance ist ein Lifecycle, kein einmaliges Projekt.
Risk Assessment, Governance-Framework, sichere Umsetzung, Compliance und Schulung sowie Integration und Dauerbetrieb greifen ineinander und werden kontinuierlich verbessert.

Die fünf Phasen im Überblick
Wir begleiten Sie durch alle Phasen, Schritt für Schritt und in Ihrem Tempo.
- 1 – Risk Assessment: KI-Anwendungen erfassen, inklusive Shadow AI, und den Risikoklassen des EU AI Act zuordnen.
- 2 – Governance-Framework: Richtlinien, Freigabeprozesse und klare Verantwortlichkeiten entwickeln.
- 3 – Sichere Umsetzung: KI-Nutzung mit Datenschutzkontrollen, Zugriffsmanagement und Audit-Trails absichern.
- 4 – Compliance & Schulung: Konformität mit EU AI Act, DSGVO und ISO/IEC 42001 herstellen und Teams schulen.
- 5 – Integration & Dauerbetrieb: AI Governance im ISMS verankern und kontinuierlich verbessern.
ISO/IEC 42001 und ISO 27001 als Fundament
Ein bestehendes ISO-27001-ISMS ist der ideale Unterbau für AI Governance. Risikomanagement, Richtlinien, Zugriffskontrollen und Nachweise sind dort bereits strukturiert verankert, sodass ein großer Teil der KI-Anforderungen auf vorhandenen Prozessen aufsetzen kann.
- ISO/IEC 42001 (zertifizierbar): Der internationale Standard für KI-Managementsysteme (AIMS). Er liefert einen zertifizierbaren Rahmen speziell für den verantwortungsvollen Umgang mit KI und ergänzt ISO 27001 passgenau.
- ISO/IEC 27001: Das etablierte ISMS als Fundament für Risikomanagement, Richtlinien und Nachweise, auf dem AI Governance direkt aufsetzt.
- Unser Vorgehen: Wir richten Ihre AI Governance an ISO/IEC 42001 aus, verzahnen sie mit Ihrem ISMS und bauen nur das auf, was für einen verantwortungsvollen KI-Einsatz wirklich fehlt.
Von der Governance zur technischen Tiefe
AI Governance legt fest, welche Maßnahmen nötig sind. Wir setzen sie um und prüfen sie technisch, von der Anwendungssicherheit bis zum spezialisierten LLM Security Testing.
LLM Security Testing
KI- und LLM-Anwendungen mit Whitebox-Ansatz prüfen, orientiert an OWASP LLM Top 10 und MITRE ATLAS.
Application Security
Anwendungssicherheit strukturiert im Entwicklungsprozess verankern, von Threat Modelling über Secure Coding bis zu sicherer Architektur.
Information Security
Pragmatische Lösungen für ISMS, Compliance und Awareness, damit Ihre Informationssicherheit optimal aufgestellt ist.
Warum mgm security partners?
- 25+ Jahre Enterprise-Security-Beratung
- 20+ Jahre Application Security und LLM Security Testing
- 100% von Senior-Security-Experten geführt
- Ausrichtung an EU AI Act, DSGVO und ISO/IEC 42001
Wir kennen sowohl die regulatorische Seite von KI als auch ihre technische Umsetzung, aus über 25 Jahren Enterprise-Security-Beratung für Banken, Versicherungen, Industrie und Software-Hersteller. Statt Governance auf dem Papier zu duplizieren, betten wir sie in Ihr bestehendes Risikomanagement ein und machen aus abstrakten Pflichten greifbare, gelebte Prozesse.
AI-Governance-Beratung: Ihre Fragen, kurz beantwortet
Betrifft uns der EU AI Act überhaupt?
In aller Regel ja, sobald KI im Unternehmen eingesetzt wird. Bereits seit dem 2. Februar 2025 gelten das Verbot bestimmter KI-Praktiken und die Pflicht zur KI-Kompetenz. Der Umfang der weiteren Pflichten hängt von der Risikoklasse Ihrer KI-Anwendungen ab. Wir klären in einer Bestandsaufnahme, welche Systeme Sie einsetzen und welche Anforderungen daraus folgen.
Was ist Shadow AI und warum ist das ein Problem?
Shadow AI bezeichnet KI-Tools, die Mitarbeitende ohne Freigabe und außerhalb der IT-Kontrolle nutzen. Das Risiko: Sensible Daten gelangen in ungeprüfte Modelle, ohne Datenschutz- oder Sicherheitskontrollen. Unser Risk Assessment macht diese Nutzung sichtbar und überführt sie in klare, praktikable Regeln.
Bremst uns AI Governance bei der Innovation aus?
Nein, im Gegenteil. Gute Governance schafft Klarheit darüber, was erlaubt ist und wie neue Tools schnell freigegeben werden. Unsere Richtlinien sind darauf ausgelegt, Innovation zu ermöglichen statt zu behindern, mit definierten Leitplanken statt pauschaler Verbote.
Brauchen wir dafür zwingend ein ISO-27001-ISMS?
Nein, aber es hilft erheblich. Ein bestehendes ISMS liefert Risikomanagement, Richtlinien und Nachweise, auf denen AI Governance direkt aufsetzt. Wenn Sie noch kein ISMS haben, bauen wir AI Governance schlank auf und verzahnen sie bei Bedarf mit ISO 27001 oder dem KI-Managementstandard ISO/IEC 42001.
Was droht bei Verstößen gegen den EU AI Act?
Der Bußgeldrahmen ist gestuft. Bei verbotenen Praktiken drohen bis zu 35 Mio. Euro oder 7 % des weltweiten Jahresumsatzes, bei Verstößen gegen andere Pflichten bis zu 15 Mio. Euro oder 3 %, und bei falschen Angaben gegenüber Behörden bis zu 7,5 Mio. Euro oder 1 %. Damit liegt der obere Rahmen über dem der DSGVO.
Wie läuft ein typisches AI-Governance-Projekt ab?
Wir starten mit dem Risk Assessment, das Ihre KI-Anwendungen erfasst und klassifiziert. Daraus leiten wir ein passendes Governance-Framework ab, sichern die Umsetzung technisch ab, stellen die Compliance her und schulen Ihre Teams. Abschließend verankern wir AI Governance im laufenden Betrieb und in Ihrem ISMS.
